In einer wieder kritischer gewordenen Situation verloren die Blues das Heimspiel gegen den FC Erlinsbach mit 0:3. Auch wenn zwei der drei Treffer aus Standards fielen und der letzte durch einen Konter, muss uns die Entwicklung Sorgen bereiten, ganz besonders die Offensivschwäche.
Zwei ansprechende Spielphasen zu Beginn jeder Halbzeit reichten nicht aus, um den FC Erlinsbach ernsthaft zu fordern. Dabei hatten sie uns nicht in erster Linie spielerisch etwas voraus, aber wie schon in der Vorrunde wussten sie ihre Chancen zu nutzen, sei es durch blitzschnelle Vorstösse, sei es bei Standards. In der ersten Halbzeit gab es beidseits höchstens Halbchancen. Beim Heimteam stachen Ale und Lisa durch Vorstösse hervor, aber die Abspiele im 16er waren nicht genau genug, um Gefahr zu schaffen (22., 43.). So waren es dann die Standards, die das Spiel in die für uns falsche Bahn lenkten. Nach einem Eckball kam es zu einem Hands-Penalty. Sonia hielt ihr Team aber im Spiel und parierte den Versuch. Das 0:1 fiel bei einem weiteren Eckball kurz vor der Pause. Anders als im Liveticker vermutet, war es eine Angreiferin, die den Ball entscheidend ins Netz lenkte.
In der zweiten Halbzeit brachten frische Kräfte auch frischen Wind, allen voran Anouk, die zuerst mit einem Flachschuss und dann mit einem Kopfball einem Tor am nächsten kam (48., 49.). Die schönste Aktion hatten wir in der 54. Minute: Charlie hatte Lisa am linken Flügel auf die Reise geschickt, die bei der Grundlinie zur Mitte passte - Anouk brachte den Ball aber nicht ganz wunschgemäss auf den Kasten (54.). So war es denn wieder ein Standard auf der anderen Seite, der die Vorentscheidung brachte: Aline Schwaller traf nach einem Eckball (76:). Das dritte Tor fiel nach einem Konter, nach dem wir auf eine Dreier-Abwehr umgestellt hatten. Larissa Cremona durfte sich in die Torschützinnenliste eintragen lassen (82.).
Damit kommt für uns die entscheidende Meisterschaftsphase mit den Spielen in Stäfa und gegen Effretikon. In der Vorrunde bedeutete dies die generelle Wende zu gutem Fussball. Ob das auch dieses Mal so läuft, hängt auch davon ab, wie gut sich die Verletzten erholen. Allerdings steckt genug Qualität im Team, um es auch so zu schaffen. Ein Tor würde Wunder wirken.
FC Blue Stars Zürich Frauen 1968 - FC Erlinsbach 0:3 (0:1)
SR Désirée Kneubühl