... gleichen sich momentan unsere Meisterschaftsspiele. Beim FC Erlinsbach handelten sich die Blues am Samstag die vierte Niederlage ein. Der Anschlusstreffer zum 2:1 gelang erst in der Nachspielzeit - zu spät für eine Wende.
Dabei war das Gezeigte besonders in der ersten Halbzeit durchaus sehenswert. Oft gelangen Pässe über zahlreiche Stationen und wir hatten auch ein klares Plus an Ballbesitz. Weil es im Fussball aber keine Stilnoten gibt, kann frau sich für gefälliges Spiel nichts kaufen. Die sehr effizienten Gastgeberinnen hatten schon in der ersten Halbzeit einige Möglichkeiten und konnten kurz nach der Pause bei einem Eckball in Führung gehen. Nur zwei Minuten später folgte durch einen Konter durch Aline Schwaller das 2:0. Danach zollten die Blausterne wie schon gegen Gambarogno den Anstrengungen ihren Tribut, wurden ungenauer und büssten das mit dem Verlust der Initiative. Kurz vor Schluss konnte Claudia aus ca. 23 m einen Freistoss treten. Mara und Leo F. liefen mit und nachdem Goalie Alina Bucher den hohen Ball nur nach vorne hatte ablenken können, verwertete Leonie die Chance gekonnt aus kurzer Distanz zum 2:1.
Captain Mara lobte nach dem Spiel das Team via Chat für die Leistung und den Fight, den unsere Spielerinnen hingelegt haben, und auch für die Energie, die von der Bank kam. Es stimmt schon: Den wahren Charakter eines Teams erkennt man in der Niederlage besser als im Erfolg. Deshalb macht uns der Blick auf die Tabelle keine Sorgen.
Ein Lob gebührt auch dem Schiedsrichter: Er liess nie Hektik aufkommen, auch als es gegen Schluss emtional wurde.
FC Erlinsbach - FC Blue Stars Zürich Frauen 1968 2:1 (0:0)
SR George Rowlands